Rhein Necker Zeitung am 26.04.2011

„Ein Stein im Meer“ als grose Geste

Benefizkonzert fur Japan brachte 1400 Euro – Neben dem Spendenbetrag war das Zeichen der Solidaritat mindestens so wichtig

Weinheim. (keke) Ihr schöner Sopran vermag es, unangestrengt zur Höhe hinauf zu
klingen und Intervallsprünge mit derselben Dichte und Eindringlichkeit zu singen wie lange BogenimPianissimo. Am vergangenenKarfreitagerhobEmmyAbo, Organistin an der Markuskirche, ihre mit feinem Stilgefühl und Sinn für musikalische Pointierung ausgestattete Stimme gemeinsam mit Professor Leo Krämer (Orgel) zugunsten ihrer Landsleute und
der Katastrophenopfer von Japan. Welch ein Glücksfall für das Publikum, wenn Finger und Geist, Motorik und Empathie sich so glücklich ergänzen wie beim Benefizkonzert in der Markuskirche. Hier die Sopranistin, dort der Speyerer Domorganist, der das klangliche
Spektrum der Markus-Orgel in all seinen technischen Facetten nicht nur zu einem
vordergründigen Schillern brachte, sondern in ein symphonisches Seelendrama
einzubinden verstand.
Klanggebilde von imponierender Erhabenheit, Bachs „O Mensch bewein’ deine
Sünde groß“, Mendelssohn-Bartholdys Sonate „Vater unser“, Liszts „Trauerode“
und als „Schmankerl“ Improvisationen zu Paul Gerhardts „O Haupt voll Blut und Wunden“ legten davon beredtes Zeugnis ab. Sei es durch die exakte Minimalrhythmik des virtuosen Laufwerks zu kantablen Melodiephrasen, sei es die strukturelle Durchhörbarkeit in der
Dichte des Notenbildes oder das organische Spannungsverhältnis zwischen dröhnender Dramatik und schlichter Choralzeile: All dies erfolgte in einer eigenwilligen Registrierungsfolge, die spüren ließ, wie aufrichtig sich der Interpret dem kompositorischen Ringen um neue
Horizonte stellte. Eine Insel der Ruhe und der meditativen Versenkung bildete als anmutig interpretiertes Kleinod Franz Liszts „Trauerode“: Ein „Luftholer“ vor den sich ins

gigantische ausweitenden Variationen Krämers zu Paul Gerhardts anschließendem
„Haupt voll Blut und Wunden“
mit seinen extremen dynamischen Spreizungen und sprunghaften Zügen, die der Domorganist bewusst nicht unter den Teppich kehrte.

Dazwischen Emmy Abos nicht auf Präsentation oder Vordergründigkeit angelegter Sopran bei Giovanni Battista Pergolesis „Stabat Mater“-Arien „Cujusanimam gementem“ und „Vidit suum dulcem natum“: Deren milde Ruhe, leises Strömen und Nivellierung in der Dynamik auch den Charakter der Arie „Aus Liebe will mein Heiland sterben“ von Johann Sebastian Bach traf.

Auch wenn die Hilfe „nur ein Stein im Meer“ bedeutet, wie es Pfarrerin Guschi Herion ausdrückte: Mit dem Erlös von knapp 1400 Euro wurde dennoch „eine deutliche Geste der Menschlichkeit und Solidarität in Richtung Japan geschickt“.
Bereits eine Woche zuvor hatte ein gleichfalls von Emmy Abo organisiertes Benefizkonzert in der Heidelberger Heilig-Geist-Kirche mit der Geigerin Rie Kitajima, einem japanischen Frauenchor und dem Tenor Winfried Milkus einen Betrag von 2000 Euro eingebracht.
Von Mitgliedern des Vereins Rhein- Neckar Tomonokai und Müttern der Schüler der japanischen Ergänzungsschulen Heidelberg und Frankfurt gebackene Kuchen sowie am Ausgang verteilte Origamis für jeden Konzertbesucher als Dankeschön für die großzügigen
Spenden ließen auch hier die tiefe Verbundenheit und Freundschaft zwischen Deutschland und Japan, die in diesem Jahr ihr 150. Besteh
en feiert, spür- und erlebbar werden:
„In Stunden der Not rücken die Menschen zusammen“, freute sich Emmy Abo.


Weinheimer Nachrichten am 13.04.2011

Weinheim. Prof. Leo Krämer, der beim ersten Konzert der Reihe "Organum et Cantus" mit seiner Virtuosität das Publikum verzaubert, spielt am Karfreitag, 22. April, um 15 Uhr wieder in der Markuskirche in Weinheim. Die Konzertserie mit Orgelmusik und Gesang ist so gedacht, dass Weinheimer Musikliebhaber den führenden Gastorganisten erleben und mit Vocalmusik, und auch mit einem Soloinstrument, als Abwechselung genießen können. Bei den letzten zwei Konzerten waren Trompete und Horn dabei. Beim Karfreitagkonzert ist die Besetzung schlichter; Orgel und Sopran solo.

Der mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande ausgezeichnete ehemalige Domorganist Speyer, Prof. Krämer, hat die schönsten Stücke für diese Zeit ausgewählt; "O Mensch bewein deine Sünde groß" von J. S. Bach, Sonate "Vater unser" von Mendelssohn-Bartholdy und die Trauerode von Liszt, dessen 200. Geburtstag dieses Jahr gefeiert wird. Der ehemalige Domorganist und Domkapellmeister spielt auch Improvisationen. Die Organistin der Markuskirche, Emmy Abo, die ursprünglich als Sopranistin in Berlin ausgebildet wurde, singt Arien aus der "Matthäus Passion" von J. S. Bach und der "Stabat Mater" von Pergolesi.

Bei den vorherigen Konzerten wurden die Spenden für die Turmsanierung der Markuskirche und Schulgelder für Waisenkinder in Benin in Afrika gesammelt. Diesmal ist der Spendenzweck für die Katastrophenopfer in Japan bestimmt. Die Ältesten der Markusgemeinde haben entschieden, dass der Reinerlös des Konzertes über die Diakonie nach Japan gespendet werden soll.
Viele Menschen in Not
Emmy Abo macht deutlich, worum es dabei geht: "Es gibt noch viele Leute in Notunterkünften. Einfach zu viele, um alle zu versorgen. Es gibt nicht genug Windeln, Milch, warmes Essen, Medikamente und viele Logistikprobleme. Dieses Jahr feiern wir, Deutschland und Japan, 150 Jahre Freundschaft. Aus Weinheim möchte ich den Menschen Solidarität zeigen", ruft sie zu Spenden auf.
Nord-Ost-Japan sei eine sehr schöne Region mit viel Natur, aber kaum Industrie. "Nun sind Fischerei und Gemüseanbau total am Ende. Wie man weiter leben kann, weiß man noch nicht." Die Einwohner hätten eine sehr geduldige Mentalität. Sie unterdrücken ihre Traurigkeit."
"Wir helfen mit Musik"
Viele im Ausland lebende Japaner, die diese Katastrophe nur über die Medien miterlebt haben, würden auch an Depressionen leiden, weil sie nicht helfen können. Viele seien nun aktiv dabei, Spenden zu sammeln. Emmy Abo weiter: "Wir Musiker machen Musik und helfen damit."
Origami-Kunst als Dankeschön
Japanische Mütter haben in Origami-Kunst Vögel, Schachteln und anderes gebastelt und gespendet. Konzertbesucher können diese Papierwerke als Dankeschön für ihre Spenden erhalten. Eine Kette mit echten japanischen Akoya-Perlen, gesponsert von der Sängerin, kann ersteigert werden. Für Gespräche nach dem Konzert werden Tee und Kuchen von japanischen Frauen gereicht.
Übrigens: Das nächste Konzert "Organum et Cantus 4" ist auch schon geplant, und zwar am 23. Oktober mit dem Berliner Organisten Dr. Florian Wilkes und dem japanischen Damenchor aus Heidelberg als Jubiläumskonzert "150 Jahre Freundschaft Japan und Deutschland" wieder in der Markuskirche.
Artikel vom: 14.04.2011



Rhein - Neckar - Zeitung 10.12.2009

Glockenklare Stimme, brockelnder Glockenturm

Benefizkonzert erbrachte einen Erlos von 1100 Euro fur die Sanierung des Turms der Markuskirche

Weinheim. (keke) Weitere knapp 1100 Euro fur die Sanierung des Markusturms sind auf dem Konto verbucht. Das Benefizkonzert zum Erhalt des brockelnden, knapp 40 Meter hohen Wahrzeichens der Weststadt brachte in finanzieller Hinsicht zwar deutlich weniger als erhofft ein, wurde in musikalischer Hinsicht dagegen zu einem uberragenden Erfolg.Wozu, ohne die Leistungen der Sopranistin
Emmy Abo und der Trompeterin Kumiko Yamada schmalern zu wollen, vor allem der Speyerer Domorganist Professor Leo Kramer
den Lowenanteil mit beisteuerte. Donnernder Applaus schon nach dem ersten Stuck, stehende Ovationen der Besucher am Schluss fur alle drei Interpreten, die gut eineinhalb Stunden lang sowohl solistisch als auch gemeinsam mit Orgelspiel, Gesang und Trompetenklang
Hochstleistungen produzierten, fur die man nur einhellige Begeisterung empfinden konnte. Als faszinierender Meister auf der Konigin der Instrumente und mit einem bewussten Kontrastierungswillen, der klare, eindringlich formulierte Werk Wiedergaben lieferte und ein beredtes Zeugnis fur seine souverane Beherrschung der Orgel bis in die letzte Klangnuance ablegte, erwies sich Kramer. Wobei man nicht weis, was man mehr bewundern sollte: Kramers stupende Manual und Pedaltechnik, seine uneitle, nie zur Schau gestellte Brillanz, sein ausgepragtes Gestaltungsvermogen oder seine geistige Disziplin und Konzentration. Ausgewogenheit, formale Rundung und klanglicher Glanz durchstromte das Kirchenschiff bereits bei Dietrich Buxtehudes Choralfantasie „Wie schon leuchtet der Morgenstern“. Elegante, weich intonierte Umspielungen und herzhafte Triolen Themata liesen bereits hier die Ohren der Zuhorer klingen. Nicht weniger beispielhaft artikulierend und vorzuglich schattierend stellte sich Kramer bei Giuseppe Torellis „Sonate mit Trompete und Orgel D Dur“ Kumiko Yamada zur Seite.Wie beide Klang und Bild miteinander verknupften, meinte man das Notenbild vor sich zu sehen, so deutlich breiteten Kramer und Yamada die musikalische Entwicklung vor den Zuhorern aus.
Abstand zu dem vorher Gehorten gewann Kramer bei der Wiedergabe von Bachs „Nun komm’, der Heiden Heiland“ und mehr noch bei Felix Mendelssohn - Bartholdys „Sonate Nr.1 f moll“. Zugige Temponahmen hier, und angelegt in atmenden Zasuren dort, durch den differenzierten Einsatz subtiler Farbwerte.
In einer ihnen bislang unbekannten Rolle erlebten die Konzertbesucher die Organistin der Markusgemeinde, Emmy Abo.
Abo, die schon als „Konigin der Nacht“ an der Kansai Oper in Osaka fur Beifallssturme gesorgt hatte, verfugt uber einen bestens durchgebildeten Sopran mit sicherer, substanzreicher Tiefe und unbegrenzt scheinender, sehr belastbarer beweglicher und glockenklarer Hohe. Ebenso wie zuvor schon bei Mendelssohn - Bartholdys Arie „Ave Maris Stella“ setzte Abo, zum Teil vereint mit Kramer und Yamada, mit Bachs Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ in fein ausgestalteten Linien und machtiger Ausdrucksbreite glasklare Glanzlichter
glaubiger Innigkeit in einem wunderbaren musikalischen Dialog.
Den Zugabewunschen entzog sich das Trio nicht. Und gewahrte mit Handels „Let The Bright Seraphim“ aus „Samson“ ein weiteres viel beklatschtes musikalisches Kleinod.



Märkische Allgemeine Zeitung  23.04.2007

Konzertwochenende der 8. Internationale Falkenseer Musiktage

........Gestern Vormittag wurden die 8. Internationalen Musiktage Falkensee in der Seegefelder Kirche fortgesetzt.

„Sie hat ein perfektes Gehör,“ schwärmt Florian Wilkes, seit 2004 Organist an der St. Hedwig Kathedrale in Berlin und eine geste Größe bei den Falkenseer Musiktagen. „Das ist eine Gabe. Hinzu kommt ihre an der japanischen Disziplin und Genauigkeit orientierte hervorragende Musikausbildung.“ Das Urteil von Florian Wilkes ist klar. Seit sie vor fünf Jahren im Berliner Dom zum ersten Mal spontan zusammen auftreten sind, arbeiten beide eng zusammen und inspirieren sich gegenseitig. Der künstlerische Leiter der Chorakademie Berlin weiß um Emmy Abos Qualitäten nicht zuletzt aus der gemeinsamen Chorarbeit.

Auch die Besucher in der evangerischen Kirche Seegefeld konnten sich davon ein Bild machen. Organisator Helmut Degner war es kurzfristig gelungen, für die erkrankte Sopranistin Anja Ganschow die Japanerin Emmy Abo ins Boot zu holen: Ein Glücksgriff, wie sich schon nach dem ersten Duett von Altistin Karen Reifenstein und aus Osaka stammenden Sopranistin zeigte.
Bemerkenswert vor allem die Harmonie der beiden Stimmen. Lang anhaltenden Beifall erhielt Emmy Abo dann auch nach ihrem ausdruck vorgetragenen ersten Sopransolo, der „Aria di Chiesa“ des altitalienischen Meisters Alessandro Stradella. Die klangvolle Aitstimme von Karen Reifenstein gab dazu eine perfekte Ergänzung. Gesang studierte die Altistin bei Prof. Anneliese Fried, Prof. Bernd Riedel und in der Liedklasse von Wolfram Rieger. Ihren künstlerischen Schwerpunkt hat sie auf das Gebiet Lied, Oratorium und Konzert gelegt. Seit einem Jahr lehrt sie an der Universität Potsdam.

Der Höhepunkt des Programms: ein Juwel geistlicher Musik – das „Stabat Mater“ von Giovanni Battista Pergolesi: „Maria stand mit Schmerzen bei dem Kreuze....“ Das Werk ist die Vertonung eines Franziskanergedichtes aus dem 13. Jahrhundert und war ein Auftragswerk der Bruderschaft der Cavalieri di San Luigi di Palazzo.

Emmy Abo und Karen Reifenstein ist es mit ihrem Gesang gelungen, der vielschichtige, fast düstere und doch Hoffnung verheißende Stimmung des Werkes hervorzuheben und zum Ausdruck zu bringen. Pergolesi hatte es, selbst schwer erkrankt, im Kloster der Bruderschaft komponiert. Kurze Zeit nach Vollendung des „Stabat Mater“ starb er im jungen Alter von nur 26 Jahren. Es hat weit über seine Entstehung hinaus gewirkt, forderte immer wieder Musiker und Komponisten heraus.

Das gilt auch für Emmy Abo, Karen Reifenstein und Florian Wilkes. In der erfreulich gut besuchten Evangerischen Kirche in Seegefeld belohnte Minuten langer Beifall des Publikums ihre künstlerische Leistung.
Nach dem hoffnungsvollen 12. Satz des „Stabat Mater“ verabschiedeten sich die Künstler mit „tausend Grüßen“ in einer Zugabe von Felix Mendelssohn – Bartholdy.


Neue Westfälische Zeitung 10.07.2006


Von Kyoto über Rheda nach Berlin

Für knapp 300 Hörer war es ein prachtvoll – barocker Ohrenschmaus, für Kumiko Yamada ein erster Schritt ins Land ihrer Träume: in der Reihe „Orgelmusik zum Feierabend“ begeisterte die 22 Jahre junge japanische Trompeterin Freitag Abend in St. Clemens gemeinsam mit der Sopranistin Emmy Abo und dem in Rheda immer wieder gern gehörten Organisten Florian Wilkes mit Werken von Johann Sebastian Bach und Georg Friedrich Händel. ......
Trompete, Orgel und Gesang – für diese Konstellation wurden im Baroque anspruchsvolle Sakralwerke komponiert, aus denen die drei Musiker Bachs Kantate „Jauchzet Gott in allen Landen“ und einen Auszug aus Händels „Samson“ wählten. Nach zwei gemeinsamen Proben erzielten sie zwar keine perfekte Kongruenz bis in die letzten Läufe, aber mit kompatiblem Werkverständniss gelang den hochklassigen Solisten eine präsente, glanzvoll erstrahlende Interpretation.
...................Emy Abos federleicht vibrierender Sopran gab dem charakterstarken Trio eine eigene Note. Die in Berlin lebende gebürtige Japanerin bereicherte die barocke Pracht mit einem satten Schuss opernhafter, charmanter Leichtigkeit, was in der nachhallenden Akustik der Clemenskirche zu interessanten Effekten führte. Einzelne, hörbar erkämpfte Obertöne glich die erfahrene Sängerin mit präsenter, faccettenreicher Gestaltung aus. ......

Von Heike Sommerkamp


Mitteldeutsche Zeitung 14.12.1998

Damen aus Fernost und moderne Komponisten
Freche Galgenlieder und Mozartvariationen im Programm


Die Eröffnung der Kammerkonzertsaison junger Künstler im Schloß Neugattersleben, durch die Renovierungsarbeiten des Schlosses verzögert, erfolgt am Freitag Abend. Auf dem Programm standen Werke von Komponisten des vergangenen und unseres Jahrhunderts. Darin lag das Gemeinsame dieses Programms, von der Thematik waren die Musikstücke recht unterschiedlich. Die drei Interpretinnen kamen diesmal aus japanischen Großstädten. Emmy Abo erfur ihre Grundausbildung als Sopranistin in Osaka, Seiko Miyamoto, Klavier, und Saeko Suzuki, Flöte, begannen ihre künstlerische Ausbildung in tokio. Zur Zeit beenden die drei Damen ihre Studium an der Musikhochschule in Berlin. Mit einem Werk von Eva Dell'Aqua als Auftakt konnten die frei Künstlerinnen gleich ihren besonderen Stil beweisen. Der helle Sopran von Emmy Abo kam besonders in den oberen Tonlagen zum Ausdruck. Ihre spezifische Stärke liegt dabei in lautmalenden Gesatltung, wie sie mit der Gesangsetüde im Stil einer Habanera, ein Prüfstück für eine Sängerin, mit selten zu hörender Vollkommenheit darbot. Jedoch auch die deutliche sprachliche Artikulation beherrscht die Künstlerin, bewiesen in den frischfröhlichen Galgenliedern nach Texten von Christian Morgenstern und vertont von Hermann heiß, einem bislang wenig bekanntem Komponisten unserer Zeit.

............Mit dem Schlußstück, Variationen über ein Thema von Mozart von Adolph Adam, wurde weihnachtliche Stimmung im Zusammenspiel der drei Künstlerinnen vermittelt. Starker Beifall bewies, daß sowohl die Künstlerinnen mit ihrer Interpretation als auch die Programmgestaltung mit modernen Werken den Geschmack des Publikums getroffen hatte.

Der Tagesspiegel Berlin am 28.08.1997

Mit Lehm beschmiert
Eine Uraufführung der Schöpfungskantaten von Peter Köszeghy in der Parochialkirche



................Während die Stimmen Gottes und der Schlange vereinigt über den Wassern schweben (Bassist Michael Brieske und Sopranistin Emmy Abo ondulieren abwechselnd über Violinwogen), wird der Mensch aus Lehm geschaffen und mit eben diesem beschmiert. Adam und Eva gewinnen in monoton hackenden Wort- und Sprachenfetzen die Kraft der Rede, wobei Sabra Sduntzig die für Köszeghy so charakteristischen auf- und absteigenden Intervall – Leitern mit lasziver Altstimme gurrt. Die Schlange stößt, unterstützt von Posaunenklängen, vor ihrer Niederlage spitze Sopranstimme gegen den göttlichen Baß, bevor sie sich kriechend entfernt.

Berliner Morgenpost 21.11.1994


„Spritzige Sommernachtsparty im Smoking, aber ohne Hosen“
Kühne Opernadaption auf Purcells „The Fairy Queen“


........Gesungen wird in englisch, gesprochen deutscher Schlegel – Text aus dem „Sommernachtstraum“ und modernes Szene – Deutsch, mit dem Eva Johanna Heldrich, Rhys Martin und Wolfgang Minder die Geschichte in die heutige Zeit:
eine Party mit Smoking ohne Hose, aber Schutzhelm, auf dem sich so herrlich Schlagzeug spielen läßt. ....................................... Was bleibt, ist die Erinnerung an vorzügliche junge Musiker, insbesondere Friedemann Seidlitz, Cellistin Katja Morgenstern und ein recht leistungsfähiges Gesangensemble mit Dietmar Borns schönen Baß und de begabten Sopranistinnen Emi Abo und Vivien Lee.
R.L.

von Elisabeth Elling Münster 1994


„Fee auf Videokamera“

....Am Mittwoch war Premiere im Münsteraner „Theater im Pumpenhaus“, nachdem das dreistündiges Stück bereits im Berliner Theater am Halleschen Ufer zu sehen war – als Koproduktion mit dem Bochumer Prinz Regent; dem Substanz TanzTheater Cottbus und dem Jubiläumsensemble aus Bonn. ..........................................................Hervorragend besetzt sind sind dennoch die vier Singstimmen (Sopran: Emi Abo, Mezzo: Nicole Nothbaar, Tenor: Young – Shik Kim, Baß: Dietmar Born).